Lange Zeit dachte ich, minimalistisch schenken würde bedeuten, so wenig wie möglich zu schenken. Vielleicht sogar gar nichts 🤷♀️. Und deshalb konnte ich mich als Geschenkbloggerin damit überhaupt nicht anfreunden. Schließlich möchte man durch seine Geschenke Wertschätzung ausdrücken und Freude bereiten.
Mit der Zeit habe ich aber gemerkt: Minimalistisch schenken heißt nicht, so wenig wie möglich für ein Geschenk auszugeben, sondern etwas Besseres zu schenken. Eine Überraschung bewusst so auszuwählen, dass sie wirklich zur beschenkten Person passt, lange Freude macht und nicht unnötig herumliegt.
In diesem Artikel nehme ich dich mit zu den vier Prinzipien des minimalistischen Schenkens. Sie helfen dir, Geschenke zu finden, die nachhaltig, persönlich und frei von Ballast sind. Dinge (oder Erlebnisse), die nicht nur ausgepackt, sondern wirklich geschätzt werden – und die Freude hinterlassen, statt Konsumstress.
Minimalistisch schenken – kein Verzicht, sondern ein Upgrade
👉 Die vier Prinzipien des minimalistischen Schenkens geben dir einen klaren Rahmen für bewussteres Schenken.
Prinzip 1 – Weniger, aber gezielter schenken
Früher habe ich mich selbst oft dabei ertappt, für eine Person nicht nur ein Geschenk zu kaufen, sondern gleich mehrere kleine Dinge dazu. Einfach, weil ich dachte: „Das eine allein wirkt vielleicht zu wenig.“
Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch – diese kleine Unsicherheit, ob das Geschenk reicht. Also legt man noch „etwas“ obendrauf, in der Hoffnung, dass Beschenkt:in irgendwas davon gebrauchen kann.
Heute weiß ich: Das war eher mein eigenes Sicherheitsnetz als echte Freude für den anderen. Viele dieser Extras landeten ungenutzt in einer Schublade – und damit genau dort, wo ich sie eigentlich nie haben wollte.
👉 Minimalistisch schenken bedeutet für mich heute: Qualität vor Quantität. Lieber ein einziges, bewusst gewähltes Geschenk, das ins Leben der Person passt als drei kleine „Nettigkeiten“, die schnell in Vergessenheit geraten.
Ein Beispiel? Früher habe ich zu einer schönen Tasse oft noch Tee, Kekse und einen Löffel dazugepackt – einfach, um das Geschenk „vollständiger“ wirken zu lassen. Heute schenke ich stattdessen lieber einen hochwertigen Thermobecher aus Edelstahl, der den Kaffee unterwegs jahrelang warm hält.
Mein persönlicher Tipp: Frag dich vor jedem Kauf, ob das Geschenk
✅ wirklich gebraucht wird,
✅ gut zur Person passt und
✅einen echten Mehrwert bringt.
Wenn du alle drei Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, bist du auf dem besten Weg, bewusst und minimalistisch zu schenken 😊.
Prinzip 2 – Verbrauchbare Geschenke
Eines meiner liebsten Geschenke, das ich je bekommen habe, war super simpel – und genau deswegen perfekt. Es war eine kleine Auswahl handgemachter Pralinen, so liebevoll verpackt, dass ich mich schon beim Anblick gefreut habe. Und weißt du was? Nach einem Tag war alles aufgegessen 😋 – und genau das war das Schöne daran.
Keine Deko, die irgendwo Platz wegnimmt. Kein „Wohin damit?“-Moment. Einfach Genuss und eine leckere Erinnerung.
Genau das macht verbrauchbare Geschenke so besonders. Dinge, die man aufbraucht oder genießt, hinterlassen keine langfristige „Besitzlast“. Sie machen im Moment glücklich – und verschwinden dann ganz ohne schlechtes Gewissen.
Geschenke zum Aufbrauchen sind zum Beispiel:
- kulinarische Highlights wie hochwertiger Kaffee aus einer kleinen Rösterei, ein besonderes Olivenöl oder selbstgemachte Marmelade
- oder kleine Wellness-Auszeiten wie duftendes Badesalz in Glasverpackung oder eine große Duftkerze im hübschen Gefäß
Keine Sorge, nicht alles muss DIY sein 😁. Auch gekaufte verbrauchbare Geschenke können nachhaltig, sinnvoll und hochwertig sein – vor allem, wenn sie aus kleinen Manufakturen, Unverpackt-Läden oder von regionalen Produzent:innen kommen. Das Wichtigste ist, dass sie wirklich zum Stil und Geschmack der Empfänger:in passen.
Früher hatte ich die Einstellung: „Es muss lange halten, sonst ist es kein gutes Geschenk.“ Heute weiß ich: Manchmal ist das Gegenteil der Fall. Gerade etwas Vergängliches kann von Herzen kommen – und hinterlässt keinen unnötigen Ballast.
💡 Mein Tipp: Überlege dir, welche kleinen Alltagsluxus-Momente die Person liebt. Ist es der erste Schluck frisch gebrühten Tees am Morgen? Die Freude an kulinarischen Spezialitäten? Oder das Gefühl, sich mit einem besonderen Badeöl zu verwöhnen? Genau da findest du Geschenkideen, die minimalistisch, nachhaltig und trotzdem total persönlich sind.
Prinzip 3 – Erlebnisse statt Dinge
Geht es dir auch so, dass die emotionalsten Geschenke oft Erlebnisgeschenke waren?
Beim minimalistischen Schenken geht es nicht darum, einfach gar nichts zu schenken, sondern um Geschenke, die lange im Gedächtnis bleiben. Erlebnisgeschenke sind dafür perfekt: Sie nehmen keinen Platz im Regal weg, erzeugen keine „Besitzlast“ und schenken gleichzeitig gemeinsame Zeit oder unvergessliche Momente.
Das Tolle ist: Erlebnisse gibt es für jedes Budget und jeden Geschmack. Hier ein paar Ideen:
- 🎨 Kreativzeit: Töpferkurs, Siebdruck-Workshop oder gemeinsames Malen.
- 🌿 Naturerlebnisse: Wanderung mit Picknick, Fahrradtour im Grünen oder ein Campingausflug.
- 🍽️ Genussmomente: Weinprobe, Kochkurs, Dinner im Lieblingsrestaurant.
- 🎶 Kultur: Konzerttickets, Theater- oder Kinobesuch.
Man schenkt nicht nur die Aktivität, sondern auch Vorfreude, gemeinsame Erinnerungen und manchmal auch Gesprächsstoff für viele Jahre.
👉 Mehr zum Thema Erlebnisgeschenke gibt es in diesem Blogpost!
💡 Mein Tipp: Überlege dir, welche Interessen oder Träume die Person hat. Vielleicht gibt es etwas, das sie schon lange ausprobieren wollte, sich aber nie selbst gegönnt hat. Genau da liegt oft das schönste Geschenk – nachhaltig, minimalistisch und unendlich wertvoll.
Prinzip 4 – Gemeinschaftsgeschenke
Kennst du das? Jemand wünscht sich etwas richtig Schönes – vielleicht eine neue Kamera, ein besonderes Möbelstück oder einen Kurs, der schon lange auf der Wunschliste steht – aber alleine ist es einfach zu teuer, um es zu schenken ☹️.
Früher habe ich in solchen Fällen oft trotzdem „irgendwas“ besorgt, nur damit ich ein Geschenk hatte. Heute denke ich anders: Gemeinsam schenken macht so viel mehr Sinn 👍.
Ein Gemeinschaftsgeschenk bedeutet, dass mehrere Leute zusammenlegen, um einen größeren Herzenswunsch zu erfüllen. Das Tolle daran:
- 🎯 Das Geschenk hat echten Mehrwert, weil es genau das ist, was sich die Person wünscht.
- 💸 Das Budget ist fair verteilt, ohne dass sich jemand finanziell übernimmt.
- 💚 Es vermeidet unnötige Kleinigkeiten, die am Ende oft ungenutzt bleiben
Beispiele?
- Gemeinsam ein hochwertiges Fahrrad schenken.
- Eine Jahresmitgliedschaft im Fitnessstudio finanzieren.
- Einen Kochkurs
- Eine Reise, die sich die Person schon lange wünscht oder
- Ein Wellnessurlaub
Früher dachte ich immer, dass ein Gemeinschaftsgeschenk „unpersönlich“ wirken könnte. Aber in Wahrheit ist es oft das Gegenteil: Es zeigt, dass mehrere Menschen zusammengekommen sind, um einen großen Wunsch zu erfüllen – und das hat eine ganz besondere Bedeutung.
💡 Mein Tipp: Sprich frühzeitig andere an, wenn du von einem großen Wunsch erfährst. Oft sind viele froh, sich zu beteiligen, statt selbst lange nach Ideen suchen zu müssen. So wird minimalistisch schenken plötzlich richtig powerful – weil man gemeinsam mehr erreichen kann.
Minimalistisch schenken bedeutet nicht, weniger Liebe zu zeigen – im Gegenteil.
Mit den vier Prinzipien findest du Geschenke, die passen, Freude bringen und keinen unnötigen Ballast hinterlassen.
Weniger kaufen heißt, mehr Wert zu schenken: Zeit, Aufmerksamkeit und echte Bedeutung.
Vielleicht probierst du es ja schon beim nächsten Anlass aus – und merkst, wie schön es ist, mit weniger mehr zu schenken 🙂.
Welche deiner Geschenkideen passt zu diesen vier Prinzipien?
Lass es mich unten in den Kommentaren wissen!
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