1. Zu spät dran
Last Minute macht aus guten Ideen oft Notlösungen – und Notlösungen sind selten nachhaltig (Expressversand, panischer Kauf, unpassend).
Besser: Stell dir 4 Wochen vorher einen Reminder und besorg das Geschenk spätestens 1 Woche vorher.
Noch besser: hab eine kleine „Notfall-Liste“ mit digitalen Geschenken (zum Sofort-Ausdrucken) parat.
2. „Das kann man gut brauchen!“ – ohne zu fragen
Der Klassiker: ein Haushaltsgerät, das du praktisch findest – die andere Person aber nicht.
Praktische Geschenke können genial sein – wenn sie wirklich gewünscht sind oder nachweislich den Alltag erleichtern. (Stichwort: „Nützlich schlägt trendy“.)
Besser: Frag indirekt („Was würdest du dir gerade gönnen, wenn du müsstest?“) oder hol dir Feedback von Partner:in/Freund:innen.
3. Schon mal geschenkt
Dein „Lieblingsgeschenk“ ist nicht automatisch das Lieblingsgeschenk aller.
Gerade bei Kolleg:innen/Kund:innen passiert das schnell: jedes Jahr das Gleiche → wirkt irgendwann lieblos.
Besser: Gleiche Idee – aber personalisiert. Beispiel: Statt „immer Wein“ → regionaler alkoholfreier Aperitif, Feinkost aus einem Unverpackt-Laden oder ein Set zum Selbermachen.
4. „Nur Bares ist Wahres!“
Geld oder ein generischer Gutschein kann funktionieren – aber oft fühlt es sich an wie: „Ich hatte keine Idee.“
Besser: Wenn Gutschein, dann konkret & liebevoll verpackt:
- „Ein Abend für uns“ (Restaurant/Erlebnis)
- „Dein Projekt, dein Budget“ (z. B. Baumarkt, Stoffladen, Kurs)
👉 Aber gerade bei klassischen Meilensteinen sind Geldgeschenke oft die beste Wahl – z. B. zur Hochzeit, zur Kommunion/Konfirmation oder zum 18. Geburtstag.
5. Einfach weiterschenken
Weiterschenken ist nicht automatisch schlecht (im Gegenteil: Second Hand & Kreislauf sind oft super). Aber es gibt Fallstricke.
No-Go: innerhalb enger Familie/Freundeskreis, wenn die Chance hoch ist, dass es auffällt.
Besser: Wenn du etwas weitergibst, dann so, dass es sich absichtlich anfühlt:
- Neu verpacken (möglichst ohne Müll)
- Ganz transparent: Kurz dazuschreiben, warum du dachtest, es passt genau zu der Person
6. „Das ist lustig!“ (Humor-Geschenke)
Wird oft vergessen, ist aber wichtig: Humor ist subjektiv!
Was du witzig findest, kann bei der anderen Person als unangenehm ankommen – und im schlimmsten Fall bleibt eher das peinliche Gefühl hängen als die gute Absicht.
Besser: Nur, wenn du den Humor wirklich kennst – und wenn es nicht auf Kosten der Person geht.
Und wenn’s ein Gag ist: mach’s lieber als kleines Add-on, nicht als Hauptgeschenk.
7. Intime Geschenke – nope
Eine der wichtigsten Regeln überhaupt: Intime Geschenke sind ein absolutes No-Go.
Dazu zählen alle erotischen Geschenke, Unterwäsche, Kamasutra-Bücher und auch medizinische Produkte.
Es gibt jedoch zwei Ausnahmen:
- In einer Partnerschaft sind intime Geschenke völlig in Ordnung.
- Auch bei einem Junggesellenabschied können solche Geschenke verschenkt werden.
8. Zu viel ist zu viel
9. Voll daneben: falsche Interessen getroffen
Das passiert leider häufiger: das falsche Geschenk.
Frag deshalb vorher bei Freund:innen oder Familie nach, was die Person gerade mag, braucht – und vor allem, was sie gar nicht ausstehen kann.
Wenn du trotzdem keine Idee hast, sind Delikatessen oft eine sichere Wahl.
Und selbst im schlimmsten Fall lassen sie sich unkompliziert weitergeben.
10. „Das hilft!“ – Geschenke mit versteckter Kritik
Abnehmbücher, Fitnessstudio-Gutscheine, Deos im 10er-Pack, „Selbstoptimierungs-Geschenke“ … selbst wenn es gut gemeint ist: Es kann wie eine Ohrfeige wirken.
Besser: Unterstützung schenken, ohne zu bewerten:
- gemeinsamer Kochkurs statt Diätbuch
- Massage/Wellness statt „Du bist gestresst“-Kommentar
- ein liebevoller Anlass („Ich will, dass du mal wieder Zeit für dich hast.“)
Ich habe früher auch oft gegen eine bestimmte Regel verstoßen: Nur Bares ist Wahres!
Tja, was soll ich sagen, zugegeben, ich hatte keine Zeit, keine Idee und es erschien mir der bessere Weg zu sein, einfach mal Geld zu verschenken.
Aber weißt du was? Das Gesicht der Person beim Auspacken des Kuverts war kein Wow-Gesicht.
Es war mehr ein Passt-schon-Gesicht.
Auch wenn ich wusste, dass die Person mit Geld etwas anfangen konnte (wer nicht?), hat es eigentlich nur gezeigt, dass ich ein mieses Geschenk gemacht habe.
Und das war traurig 😔.
Wie sieht es bei dir aus? Welcher war dein größter Geschenkfehler? Ich freue mich schon wahnsinnig auf dein Feedback.
Hi, ich bin Anita,
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Quelle:
https://www.profil.bayern/12-2018/topthema/knigge-expertin-so-schenken-sie-richtig/
Buch: Der Geschenke-Knigge von Franziska von Au, 2012
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